Kontraktlogistik

Was ist Kontraktlogistik?

Die Kontraktlogistik Definition ist recht einfach aufgebaut: Bei der Kontraktlogistik besteht eine langfristige Kooperation zwischen einem Unternehmen und einem Logistikdienstleister (Beispielsweise Speditionen oder Paketdienste), welche mit einem Dienstleistungsvertrag, also einem Kontrakt, definiert ist. Oftmals umfassen die enthaltenen Leistungen einen Rundum-Service für den Auftraggeber. Die Aufgabe des Kontraktlogistikdienstleisters besteht darin, die definierten Aufgaben (Rund um den Bereich Logistik) für den Kunden zu übernehmen. Man kann ihn auch als eine Art Bindeglied zwischen dem Unternehmen und dem Kunden betrachten. Mittlerweile gibt es auf dem deutschen Markt Kontraktlogistik Unternehmen, da viele Firmen diesen Teilschritt an Kontraktlogistikdienstleister aus beispielsweise Kostengründen outsourcen. Die Kontraktlogistik Bedeutung ist demnach in den letzten Jahren gewachsen. Die Kontraktlogistik englisch Übersetzung heißt: contract logistics.

Kontraktlogistik einfach erklärt, ist also die geschäftliche Beziehung zwischen einem Unternehmen und einem Logistikdienstleister. In der Regel wird von beiden Parteien eine langfristige Zusammenarbeit angestrebt. Im Laufe der Zusammenarbeit finden immer wieder Anpassungen und Verbesserungen statt, um die Leistungen effizienter zu gestalten.

Welche Prozesse gibt es in der Kontraktlogistik?

Zu den einzelnen Prozessen der Kontraktlogistik zählen mehr als nur die oben beschriebenen simplen Logistikaktivitäten, also der Transport beziehungsweise der Lagerhaltung der entsprechenden Güter. Umfangreiche Leistungspakete können darüber hinaus Teil des Kontraktes sein. Ist dies der Fall, erhöht sich die Komplexität und das Ausmaß des Problemlösungsansatz enorm. Zu den logistischen Zusatzleistungen, die das Unternehmen mit dem Kontraktlogistikdienstleister im Vertrag festgelegt hat, gehört zum Beispiel die Sendungsverfolgung. Diese dient dazu, dass man jederzeit prüfen kann, wo sich die Ware aktuell befindet und wie lange sie voraussichtlich bis zum vorab definierten Ziel braucht. Zu den Sonderleistungen können jedoch auch nicht-logistische Zusatzleistungen gehören. Ein Bespiel wie Kontraktlogistikdienstleister ihren Kunden einen Mehrwert bieten können ist das Angebot von Montagetätigkeiten. Diese Beschreibung gibt einen kleinen Einblick darüber, wie komplex Verträge in der Kontraktlogistik sein können.  

Die Aufgaben, die die Kontraktlogistik für ein Unternehmen übernimmt, muss übrigens nicht immer innerhalb der zugehörigen Logistikimmobilien stattfinden, wenngleich die Aktivitäten in dieser starten oder enden.

Warum ist die Kontraktlogistik so wertvoll für Unternehmen?

Eine passende Kontraktlogistik kann einem Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bieten. Oftmals sind Logistikprozesse und auch Logistikkonzepte hoch komplex und entsprechend kostenintensiv. Auf der Suche nach Kosteneinsparungen treffen Unternehmen immer wieder auf die Möglichkeit einzelne Aktivitäten oder gar ganze Prozesse auszusourcen. Diese Maßnahmen helfen Unternehmen nicht selten, sich auf dem Markt nachhaltig zu etablieren.

Manchmal sind nicht nur die Einsparungen von Kosten Grund allein, dass sich Unternehmen mit dem Thema Kontraktlogistik befassen. Kleiner oder mittelständische Unternehmen sind oftmals mit der Herausforderung konfrontiert, nicht genügend Ressourcen zur Verfügung zu haben. Hierzu gehört Manpower, Zeit und Geld. Die Kontraktlogistik kann somit auch kleineren Playern ermöglichen, eine Chance auf dem großen und hart umkämpften Markt zu haben. Hierzu zählen vor allem lokale Anbieter oder Nischenanbieter. Viele Dienstleistungsunternehmen haben sich auf spezielle Branchen spezialisiert oder sind so breit aufgestellt, dass sie verschiedene Team mit Branchenexperten haben. Manche Unternehmen sind sogar mehr als reine Kontraktlogistiker. Sie entwickeln und bauen teilweise Logistik Immobilien und unterstützen andere Unternehmen bei Logistik Projektentwicklungen. Gerade solche Immobilien sind für den LIP Logistikimmobilien Fonds sehr interessant. Da die Immobilien von professionellen Logistikern geplant und gebaut werden, ist es wahrscheinlich, dass innerhalb der Immobilie die Logistikprozesse effizient ablaufen können. Dadurch steigt nicht zuletzt auch der Grad der Drittverwendungsfähigkeit.

Individuelle Lösungen für Kontraktlogistik  

Bei der Definition des Leistungsspektrums in der Kontraktlogistik ist je nach Kontraktlogistikdienstleister ein sehr hoher Individualisierungsgrad möglich. Bei der Ausarbeitung der Leistungsinhalte werden die individuellen Bedürfnisse und die Ziele des Kontraktgebers zuerst analysiert. Im nächsten Schritt definiert der Kontraktlogistikanbieter die Leistungen, die er anbieten kann, um die Bedürfnisse und die Ziele des Kunden zu erfüllen. Nach der Implementierung und der nachfolgenden Testphase sind gegebenenfalls nochmals Anpassungen der einzelnen Arbeitsschritte notwendig. Dies kann auch im Laufe der Zusammenarbeit im Bereich der Kontraktlogistik immer wieder der Fall sein. Gründe hierfür sind zum Beispiel Veränderungen der Supply Chain, Veränderungen am Markt, neue gesetzliche Regelungen oder Veränderungen der Produktpalette des Kontraktgebers.

Der Prozess den richtigen Dienstleister zu finden

Da aktuell logistische Abläufe vielfach nicht mehr von unternehmenseigenen Abteilungen der Hersteller übernommen, sondern an externe Dienstleistungsunternehmen ausgelagert werden, boomt der Markt für Kontraktlogistik. Das Angebot an Kontraktdienstleistern ist enorm hoch, wodurch es am Unternehmen liegt, die jeweiligen Anbieter genau zu prüfen, um den richtigen Partner für eine langfristige Zusammenarbeit anzustreben. Wichtig zu beachten ist allerdings, dass sich beide Parteien nach Abschluss des Vertrages etwas Zeit einräumen, bevor ein erstes Resümee der Zusammenarbeit gezogen wird. In der Regel dauert es eine gewisse Zeit, bis der geschlossene Kontrakt zwischen den Geschäftspartnern für beide Seiten profitabel und damit profitabel ist.

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