Logistikkette

Was ist eine Logistikkette?

Die Logistikkette umfasst die Summe aller Schritte und Prozesse, die nötig sind, damit die Ware ihren Weg vom Zulieferer über den Hersteller bis hin zum Endkunden findet.

Hierzu zählen alle logistischen und produktionstechnische Prozesse der einzelnen Unternehmen, die in die Wertschöpfungskette involviert sind. Hierzu gehört neben dem physischen Güterfluss auch der Informationsfluss. Das Thema Logistikkette hat in der Branche Logistik einen wichtigen Stellenwert.

Wie sieht ein Logistikketten Beispiel aus?

Logistikketten Beispiele gibt es so viele wie Logistikunternehmen. Je nach Logistikbranche (produzierende Unternehmen oder Dienstleister) unterscheiden sich Logistikketten und die dahinterstehenden Logistikprozesse etwas.

Eine klassische Logistikkette ist wie folgt aufgebaut:

Zu Beginn steht in der Regel die Gewinnung des Rohstoffs. Bei Dienstleistungsunternehmen steht am Anfang der konzeptionelle Entwurf der jeweiligen Dienstleistung. Anhand dieser Erklärung wird deutlich, dass sogar eine Geschäftsidee bereits Teil der Logistikkette ist.

Innerhalb einer logistischen Kette gibt es immer bestehende Prozesse bei der grundsätzlich mehrere Beteiligte involviert sind. Beteiligte können beispielsweise Lieferanten, Logistikunternehmen oder auch Endabnehmer sein. Alle Prozesse der einzelnen Akteure bilden zusammen eine Einheit ähnlich wie bei einer Kette. Einzelne Aufgaben sind zum Beispiel die Weiterverarbeitung eines Materials – also vom Einkauf, über die Weiterverarbeitung, dem Versand bis hin zum Lagern. Teilweise gehört auch die Entsorgung einzelner Restprodukte oder Abfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit zur Logistikkette.  

Die Logistikkette bei der Herstellung von Fertigkuchen

Das folgende vereinfachte Logistikkette Beispiel der Herstellung von Fertigkuchen erklärt anschaulich die dahinterstehende Logistikkette.

Solche Logistikketten Beispiele zeigen, dass teilweise viele Subunternehmen involviert sind und die Logistikketten Anwendungen und die dahinterstehenden Logistikprozesse teilweise sehr komplex sein können. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass jedes Unternehmen ein maßgeschneidertes Logistikkonzept hat, das sich auf die Logistikkette spezialisiert. Mittlerweile gibt es viele Dienstleister, die speziell für diesen Teilbereich eine Logistikberatung anbieten. Dies ist sinnvoll, sofern das Unternehmen selbst nicht das nötige wissen und/oder die Ressourcen zur Verfügung hat, um die Logistikkette effizient zu gestalten.

Abhängigkeiten bei Logistikprozessen

Betrachtet man eine bestehende Logistikkette genauer, wird schnell deutlich, dass eine Abhängigkeit hinsichtlich der Materialbedarfsplanung (englisch Material Requirements Planning MRP) besteht. Nur wenn diese ohne Lücken gegeben ist, ist die Realisierung einer kostenoptimalen und lückenlosen Materialversorgung innerhalb der Supply Chain, beginnend bei der Urproduktion (Materialgewinnung), möglich. Alle Player, die in einer Logistikkette vereint sind, müssen auf eine standardisierte Art miteinander kommunizieren und sich aufeinander ausrichten, um stets einen flüssigen Material- aber auch Informationsfluss sicherstellen zu können.

Was sind die Ziele einer Logistikkette?

Eine logistische Kette verfolgt stets das Ziel, in einem logischen Zusammenhang mit allein involvierten Gewerken zu stehen.

Bei einer Logistikkette steht nicht unbedingt der Endkunde im Fokus der Aktivitäten. Vielmehr sind „interne“ Kunden aus strategischer Sicht wichtiger. Diese sind nämlich maßgeblich für die Gesamtleistungsfähigkeit der Logistikkette verantwortlich. Dass der Endkunde sein Wunschprodukt bekommt, zeigt demnach nur, dass die gesamte Leistungsfähigkeit der Logistikkette optimal ist.

Was sind die Grundprinzipien einer Logistikkette?

Um einen störungsfreien Güter- und Informationsfluss entlang der Logistikkette Anwendungen sicherstellen zu können, müssen die einzelnen Bausteine der Kette so aneinander angepasst sein, dass sie vom Ablauf her logisch zusammenhängen. Wenn ein Baustein der Logistikkette nicht funktioniert, kann diese nicht mehr reibungslos ablaufen. Ähnlich wie bei einer Fahrradkette – wenn ein Glied defekt ist, kann das Fahrrad nicht mehr fahren.

Wenn wir für unseren Logistikimmobilien Fonds ankaufen, prüfen wir unter anderem, ob der aktuelle Mieter ein gutes Standing im Markt hat. Hierzu zählt selbstverständlich auch, ob der Mieter eine reibungslose Logistikkette vorweisen kann.

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