Mischfonds

Was sind Mischfonds?

Eine simple Mischfonds Definition lautet wie folgt:

Mischfonds sind Investmentfonds, die gleichzeitig in mehrere Assetklassen wie Aktien, Rentenpapiere, Geldmarktitel; Edelmetalle oder auch Immobilien investieren.

Aus diesem Grund werden Mischfonds auch als Multi-Asset-Fonds bezeichnet. Zur Erinnerung: Der englische Begriff „Asset“ steht in der deutschen Sprache für das Word „Assetklasse“.

Klassische „flexible“ Mischfonds investieren häufig verstärkt in chancenreiche Aktien. Jedoch nur, wenn kein zu hohes Risiko auf dem jeweiligen Markt gegeben ist. Wenn der gewählte Aktienmarkt trotzdem aus der Ruhe kommt, wird das vorhandene Geld vermehrt in sichere Anleihen umgeschichtet. Der Anleger muss sich dabei um nichts kümmern. Die Marktanalysen und die Entscheidung zur Umverteilung des Geldes wird vom Fondsmanagement des Anbieters übernommen.

Würde man Mischfonds vergleichen, erkennt man relativ schnell, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, wie die einzelnen Assets mit unterschiedlicher Gewichtung in den jeweiligen Fonds kombiniert werden können.

In erster Linie investieren Mischfonds sowohl in Aktien als auch in Anleihen. Die Asset Allocation ist bei den einzelnen Mischfonds sehr unterschiedlich. Für Investoren, die sich nicht zwischen den Anlageklassen entscheiden möchten, sind Mischfonds sinnvoll.

Welche Klassen von Mischfonds gibt es?

Es gibt grundsätzlich zwei Klassen von Mischfonds. Es gibt „flexible“ Mischfonds und welche die nicht das Anlagesumme zwischen den einzelnen Assets umschichten können. Die beiden Klassen teilen sich dann nochmal in mehrere Risiko-Unterklassen auf.

Einfache Mischfonds (feste Limits bei den Anteilen)

Offensive Mischfonds (max. 75 % Aktien und min. 25 % Anleihen)

Von welchen Mischfonds Vorteilen können Investoren profitieren?

Prinzipiell stoßen Mischfonds oder auch Multi-Asset-Fonds auf große Beliebtheit bei vielen Investoren. Deutsche Anleger, die sicherheitsorientiert sind, haben im Jahr 2018 zu fast 50 % in Mischfonds angelegt. Dies zeigt deutlich die große Bedeutung von Mischfonds. Im Europaweiten Vergleich sind sie damit auf dem ersten Platz. Auf dem zweiten Platz stehen Investoren aus Österreich, die ca. 39 % der zur Verfügung stehenden Gelder in Mischfonds anlegen. In den Niederlanden investieren lediglich zwei Prozent der Investoren in Mischfonds. Anleger, die sich für einen Mischfonds entscheiden, müssen sich nicht im Detail mit den einzelnen Märkten der Assets auseinandersetzen. Die intensive Recherche der einzelnen Märkte mit all ihren Vor- und Nachteilen ist sehr komplex und demnach zeitintensiv. Wenn Anleger also Mischfonds kaufen, können sie sehr viel Zeit und auch Geld sparen.

Wie unterscheiden sich Mischfonds von anderen Fondsarten?

Bei einem Logistikimmobilien Fonds beispielsweise wird das Geld der Anleger ausschließlich in Logistikimmobilien angelegt. Das bedeutet, dass die Investoren jedoch ein größeres Risiko in Kauf nehmen. Wenn der Markt für Büroimmobilien einbricht, so performt der Fonds dementsprechend schlecht und die Anleger können nur mit wenig Renditen rechnen. Auf der anderen Seite profitieren sie natürlich umso mehr, wenn der Markt gut läuft und sie dementsprechend mit hohen Renditen rechnen können. Ein Mischfonds investiert zur gleichen Zeit in verschiedene Assets, also auch in verschiedenen Branchen beziehungsweise Märkten. Somit können die Anleger zwar mit weniger Risiko rechnen, aber werden auch mit Mischfonds Nachteilen konfrontiert. Beispielsweise können sie nicht von Markthöhen und den dazugehörigen hohen Ausschüttungen profitieren.

Man kann nicht pauschal sagen, was beste Mischfonds sind, in die man investieren sollte. Es kommt bei dieser Entscheidung immer auf die Risikobereitschaft des einzelnen Investors an. Zudem spielt es eine Rolle in welchem Markt und in welcher Höhe investiert werden soll.

Was sind weitere Nachteile von Mischfonds?

Neben den oben genannten Nachteilen, wie der Tatsache, dass sehr hohe Ausschüttungen eher unwahrscheinlich sind oder auch die teilweise hohen Gebühren, gibt es noch weitere Nachteile bei Mischfonds.

In der Regel stellt ein Mischfonds nur einen Bestandteil eines Portfolios von einem Investor dar. Das bedeutet, dass der Anleger sein zur Verfügung stehendes Kapital zum Beispiel in einen Dachfonds, in einen Mischfonds, in einen Logistikimmobilien Fonds und in Aktien zu unterschiedlichen Teilen investiert hat. So kann es natürlich auch vorkommen, dass der Investor unterm Strich zu viel diversifiziert und doppelt investiert, was die Übersicht erschwert und die zu zahlenden Gebühren sinnlos erhöht.

Was bedeutet das genau? Wenn ein Investor bereits insbesondere Aktien und Anleihen in seinem Portfolio hat, könnten Mischfonds oder Multi-Asset-Fonds nur den Überblick erschweren und sich kontraproduktiv auswirken.

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