Brownfields – Neues Ansiedlungspotential für Logistikimmobilien

Brownfields – Neues Ansiedlungspotential für Logistikimmobilien

Die steigende Nachfrage nach Logistikflächen steht einer restriktiven Ausweisung neuer Gewerbeflächen gegenüber.

Natalie Weber

18

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Mar

2021

Um den Flächenbedarf auch zukünftig decken zu können, müssen Alternativen zu Projektentwicklungen auf der grünen Wiese in Betracht gezogen werden. Eine Option stellt die Nutzung von Brachflächen dar, sogenannter Brownfields. Bereits genutzte Flächen u.a. von ehemaligen Industriestätten oder früheren Militäreinrichtungen werden mittlerweile zunehmend für eine Neubebauung aufbereitet.

Laut Bulwiengesa haben die Brownfield-Entwicklungen von 2015 bis 2020 jährlich um rund 14% zugenommen. Im Jahr 2020 entfiel etwa ein Drittel der fertiggestellten Logistikfläche auf Brownfields. Diese zeichnen sich meist durch ihre sehr gute Mikrolage und Infrastrukturanbindung aus. Auch in Stadtgebieten sind zum Teil noch alte Industriebrachen zu finden. Gerade in Regionen mit hohem Flächenmangel stellen solche Revitalisierungsflächen oft die einzige Ansiedlungsoption dar.

Der Ab- und Rückbau über die Sanierung bis hin zur Fertigstellung des Neubaus kann ein langwieriger Prozess sein. Unvorhergesehenes kann dabei zu zeitlichen Verzögerungen und Mehrkosten führen. Ein umfassendes Risikomanagement und die frühzeitige Kalkulation eventueller Kostenpositionen sind bei Brownfield-Developments besonders wichtig.

Laut einer Untersuchung des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung bieten über 600 Mio. m² an Brachflächen in Deutschland das Potential für eine Nachnutzung. Die Begrenzung der Flächenversiegelung und die zunehmende Flächenknappheit in guten Lagen wird die Nutzung von Brownfields zukünftig weiter vorantreiben.

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