LIP Gastbeitrag für den Habona Report 2021: Assetklasse Logistikimmobilie rückt in den Fokus

LIP Gastbeitrag für den Habona Report 2021: Assetklasse Logistikimmobilie rückt in den Fokus

LIP Invest hat für den Habona Report 2021 einen Gastbeitrag zum Thema "Assetklasse Logistikimmobilie rückt in den Fokus" beigesteuert. Der Artikel ist auf den Seiten 94 und 95 zu lesen.

Bodo Hollung

25

.

Mar

2021

Assetklasse Logistikimmobilie rückt in den Fokus

Logistikimmobilien haben sich im Jahr 2020 unter dem Einfluss der Corona-Pandemie nicht nur als krisenfest erwiesen, sondern sind auch als Dreh- und Angelpunkt für die Versorgung der Bevölkerung in den Fokus gerückt. Die Nachfrage nach Logistikimmobilien war sowohl auf Investoren- als auch auf Nutzerseite ungebrochen hoch. Das Transaktionsvolumen wurde vor allem durch die zunehmende Beteiligung deutscher Investoren an der Assetklasse gepusht. Zahlreiche Anleger haben erstmalig in Logistikimmobilien investiert oder ihren Anteil an der Assetklasse deutlich erhöht.

Wachsender Bedarf an Logistikflächen für den Handel

Auch auf Nutzerseite war der Bedarf an Logistikflächen nach wie vor sehr hoch und wird aufgrund von langfristigen Marktentwicklungen weiterhin ansteigen. Zu Beginn der Corona-Krise suchte vor allem der Lebensmitteleinzelhandel händeringend nach kurzfristig verfügbaren Flächen, da der Bedarf an Waren für die tägliche Versorgung sprunghaft in die Höhe geschnellt war. Seit Jahren sorgt der Handel bereits für eine stetige Nachfrage nach Logistikflächen. Handel und Logistik sind eng miteinander verknüpft. Die Logistik gewährleistet eine reibungslose Versorgung der Filialen und Endkunden und ist damit maßgeblich für den Servicegrad verantwortlich. Robuste Logistikstrukturen haben sich dabei gerade zu Beginn der Corona-Pandemie als erfolgskritisch erwiesen.

Neue Logistikstrukturen sorgen für höhere Effizienz

In den Ausbau der Handelslogistik wird seit Jahren massiv investiert. Es kommt vermehrt zu Flächenkonsolidierungen, das heißt einer Zusammenführung mehrerer bestehender Standorte in einem neuen Logistikzentrum, um das Netzwerk und die Prozesse zu optimieren. Ebenso wurden neue Logistikimmobilien gebaut oder angemietet, um das Wachstum abfedern zu können. Diese Entwicklungen haben sich auch während der Corona-Krise fortgesetzt. Gefragt sind vor allem Standorte, die eine schnelle Belieferung ihres Absatzgebietes ermöglichen und dementsprechend nah an den jeweiligen Ballungszentren angesiedelt sind. Für die Lagerung von Frischwaren sind meist Logistikflächen mit unterschiedlichen Temperaturzonen notwendig.

Auch der E-Commerce treibt die Flächennachfrage

Die Nachfrage nach Logistikflächen hat durch die steigende Nutzung des Onlinehandels während der Pandemie einen zusätzlichen Schub erhalten. Vor allem Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Tierbedarf, Medikamente oder Drogerieprodukte wurden häufiger online bestellt als vor der Pandemie. Seit Jahren wächst der E-Commerce-Umsatz im zweistelligen Bereich. Durch die kleinteiligere Kommissionierung und zusätzliche Logistikservices im Vergleich zum stationären Handel weist der E-Commerce einen höheren Bedarf an Logistikflächen auf. Viele Handelsunternehmen setzen auf Omnichannel-Strategien und kombinieren beispielsweise in Form von Click & Collect die verschiedenen Absatzkanäle miteinander, wodurch Handel und Logistik noch näher zusammenrücken.

Neubauvolumen Logistik in m²; 2009–2020

Sie können den Habona Report 2021 hier kostenfrei herunterladen.

Weitere Mitteilungen