LIP Invest mit immoebs auf Immobilienexkursion in Belgrad (Serbien)

LIP Invest mit immoebs auf Immobilienexkursion in Belgrad (Serbien)

LIP Invest hat an der zweitägigen Exkursion nach Belgrad teilgenommen, um den serbischen Immobilienmarkt kennenzulernen.

Bodo Hollung

19

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Jul

2018

‍Präsentation bei cms Rechtsanwälte in Belgrad
Industrie- und Handelskammer Belgrad
Besichtigung des Wohnprojekts Water Front im Hause des Projektentwicklers Eagle Hills (VAE)

Immoebs, größtes Alumni Netzwerk der Immobilienbranche in Deutschland, organisiert jährlich Immobilienexkursionen in ausländische Immobilienmärkte mit künftigem Entwicklungspotential.

In den vergangenen Jahren führten die Exkursionen u.a. nach Moskau, Warschau, Sofia, Bukarest und Helsinki. Dieses Jahr stand für die über 30 Immobilienexperten Belgrad auf dem Programm.

Traditionell fand der erste Termin in der Deutschen Botschaft statt. Die Vertreterin der Deutschen Botschaft in Belgrad informierte über die wirtschaftliche und politische Situation Serbiens sowie über die bilateralen Beziehungen beider Länder.

Als zweites stand ein Besuch bei der Rechtsanwaltskanzlei cms auf dem Programm. Die Partner von cms erläuterten die unterschiedlichen Möglichkeiten des Erwerbs von Eigentum und gaben eine Einführung ins serbische Grundbuchrecht. Als besonderer Meilenstein gilt hier die kürzlich eingeführte elektronische Baugenehmigung.

Über die lokalen Immobilienmärkte informierte Savills ausführlich. Belgrad ist aufgrund der schwierigen historischen Geschichte noch nicht weit entwickelt. So gibt es in der 2,2 Mio. Einwohner Stadt weder U-Bahnen noch Kläranlagen oder Müllverbrennungsanlagen. Größere Bauprojekte im Bürosegment sind rar. Lediglich ein großes Wohnprojekt, das sogenannte Water Front direkt am Fuße der Save, ist aktuell in der Entwicklung. Ausländische Investoren haben den Markt in Belgrad noch nicht für sich erobert, lediglich das Wohnprojekt Water Front mit Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und ein Shoppingcenter in der Hand israelischer Investoren haben ausländische Eigentümer.

In der Industrie- und Handelskammer wurden die Immobilienexperten von einer siebenköpfigen Delegation erwartet. Das Interesse an Kontakten zu Immobilieninvestoren aus Deutschland war sehr hoch.  

Nach Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung Serbiens und zum Stand der EU-Beitrittsverhandlungen wurde insbesondere auf das Potential gut ausgebildeter Arbeitskräfte bei bestehender hoher Arbeitslosigkeit hingewiesen. Große Unternehmen wie Bosch, Siemens und IKEA haben aus diesem Grund schon Produktionen nach Serbien verlagert. Das größte Potential sieht die Chamber of Commerce and Industry of Serbia in der Logistikbranche.

Belgrad sieht sich als zentraler Verbindungspunkt zwischen West- und Zentraleuropa sowie der Türkei. Hierzu wurden bereits zahlreiche Infrastrukturprojekte wie der Ausbau der von den Chinesen geförderten Bahnverbindung von Belgrad nach Budapest sowie der Ausbau von Transportkorridoren über das bereits vorhandene Autobahnnetz hinaus begonnen.

Die sich im Aufschwung befindlichen Seehäfen Rijeka und Kopar sind bereits mit Belgrad durch Autobahnen verbunden. Zudem befinden sich die Transportrouten nach Thessaloniki, Sofia und Istanbul im Ausbau. Im Zuge ihres Projektes „Neue Seidenstraße“ engagiert sich China sehr stark im Balkan und Osteuropa. Belgrad kann hier in der ferneren Zukunft eine bedeutende Rolle einnehmen, zumal auch über den Wasserweg der Donau weitere Länder Zentral- und Südosteuropas angeschlossen sind.

Ein besonderer Höhepunkt der Reise war eine Audienz bei der königlichen Hoheit Kronprinz Alexander und seiner Gattin Prinzessin Katherine. Nach einer Besichtigung des königlichen Palasts, genannt White Palace, begrüßte das Paar die Teilnehmer und betonte die Bedeutung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Deutschland. Neben einer Ermunterung, in Serbien zu investieren, warb das Paar für seine zahlreichen humanitären und sozialen Stiftungen und Projekte.  

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