Rückblick: Verleihung der Brownfield24 Awards

Rückblick: Verleihung der Brownfield24 Awards

Am 8. September wurde im ehemaligen Magnesita-Werk in Hagen der Brownfield24 Award verliehen – LIP Geschäftsführer Sebastian Betz war live dabei und nahm an der begleitenden Podiumsdiskussion teil.

Fiona Nitschke

14

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Sep

2021

Veranstaltungsort: Das alte Dolomit Werk in Hagen

Während einer beinharten Veranstaltung mit Baustrahlern, Currywurst und Bier wurden unterschiedliche Brownfield-Projekte in fünf Kategorien ausgezeichnet. Mit der Verleihung der Awards möchte Brownfield24 Geschäftsführer Raphael Thießen der gesamten Branche zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.

„Die Brownfield-Bebauung hat in den letzten Jahren zwar an Auftrieb gewonnen. Um das volle Potenzial der brachliegenden Flächen in Deutschland auszuschöpfen, muss aber noch deutlich mehr getan werden. Insbesondere, wenn wir – wie von der Bundesregierung geplant – die Senkung  des Flächenverbrauchs auf 30 ha/Tag erreichen wollen. Deshalb ist die Arbeit von Raphael und seinem Team so wertvoll für unsere Branche“, sagt Sebastian Betz, Geschäftsführer von LIP Invest. Brownfield24 hat sich das Thema „Flächenreaktivierung“ ganz groß auf die Fahne geschrieben. Die Plattform versteht sich als Netzwerk für Altlastenareale, Brachflächen und Revitalisierungsprojekte und richtet sich vornehmlich an Projektentwickler.

(v.l.n.r.) Benjamin Bertram, Raphael Thießen, Solenne Peltier und Sebastian Betz

Der Brownfield24 Award

Der Borwnfield24 Award wird jährlich vergeben. Mit einem Projekt bewerben können sich alle Parteien, die bei dessen Entwicklung eine essenzielle Rolle eingenommen haben – neben Entwicklern oder Eigentümern also auch Städte oder Kommunen. Wichtig ist dabei vor allem, dass bei der Revitalisierung eines innereuropäischen Grundstücks auf eine erneute Flächenversiegelung verzichtet wird und dass das Projekt bereits zum Großteil abgeschlossen (min. 75 %) ist.

Einen Überblick der ausgezeichneten Projekte gibt es hier.

Ein Hindernis für Investoren?

Im Rahmen der Preisverleihung kamen mehrere Experten aus der Logistikimmobilienbranche für eine Podiumsdiskussion zusammen. Neben der klassischen Frage, ob es sich finanziell überhaupt noch lohnt Brownfields zu entwickeln, wurde unter anderem besprochen, wo noch verfügbare Flächen zu finden sein werden und wie sich Nachhaltigkeits- und ESG-Aspekte auf solche Projekte auswirken. Aus Investorensicht berichtet Sebastian Betz, dass Brownfield Entwicklungen kein Hindernis sind: „Im Gegenteil, wir haben für unsere Fonds bereits mehrere Objekte auf Brownfields erworben und sind damit sehr zufrieden.“

Sebastian Betz bei der Podiumsdiskussion

Als Investor kaufe man ein bestehendes Endprodukt, das mit einer technischen Due Diligence, der ESG Due Diligence und bei Bedarf einer Umwelt Due Diligence sehr gut eingeschätzt und im Ankaufsprozess gesteuert werden könne. Dabei werden unter anderem technische Themen wie die Gebäudesubstanz, die Ökobilanz einer Immobilie oder Altlastenverdachtsmomente untersucht. Zu den vielen Vorteilen von Brownfield Grundstücken zähle beispielsweise, dass die Ökobilanz aufgrund der ausbleibenden Flächenversiegelung besser ist als bei Neubauentwicklungen auf der grünen Wiese. Zudem liegen sie häufig günstig in bereits erschlossenen Regionen mit ausgebauter Infrastruktur. „Brownfield Projekte erfordern sicherlich Mut beim Abriss sowie Kreativität aufseiten der Projektentwickler. Für uns als Endinvestoren sind Logistikimmobilien auf entwickelten Brownfields eine tolle Sache“, so das Fazit von Herrn Betz.

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