Rückblick auf das Webinar mit Ramp One: Logistikimmobilien sind krisenfest – aber wie geht es weiter?

Rückblick auf das Webinar mit Ramp One: Logistikimmobilien sind krisenfest – aber wie geht es weiter?

Unsere Redakteurin Fiona Nitschke berichtet über das Webinar am 24.03.2021 zum Thema "Logistikimmobilien sind krisenfest – aber wie geht es weiter?"

Fiona Nitschke

26

.

Mar

2021

Mit dieser Frage haben sich am 24.03.2021 Branchenexpert*innen knapp zwei Stunden lang beschäftigt und mehr als 700 Zuschauende angelockt. Unter der Moderation von Tim-Oliver Frische (Leitender Redakteur von Ramp One und der DVV Media Group) werfen Barbara M. Riewe (Geschäftsführende Gesellschafterin Europa-Center Logistikimmobilien Projekte), Kuno Neumeier (CEO Logivest), Björn Sundermann (Prokurist/Bereichsleiter Logistik und Industrie bei Robert C. Spies), Pascal Pohl (Co-Founder und Managing Director von Exposed1) sowie LIP Invest Gesellschafter und Geschäftsführer Bodo Hollung einen Blick auf aktuelle und künftige Entwicklungen von Logistikimmobilien.

Referenten des Webinars

In seinem einleitenden Vortrag setzt Bodo Hollung die unmittelbare Zukunft von Logistikimmobilien mit der weiteren Pandemieentwicklung in Relation. Ein wesentlicher Indikator ist die Auslandsnachfrage, die DVZ-Auswertungen zufolge wieder zunimmt. Hollung ist überzeugt, dass sich die Wirtschaft nach Pandemieende schnell erholen wird und die Zeichen weiterhin stark auf Nachfrage stehen.

Nicht immer ist da, wo Logistik drauf steht, auch Logistik drin

Logistikimmobilien stellen attraktive Investments dar; sie sind planbar und bieten sichere Cash Flows. Das hat sich herum gesprochen – die Nachfrage ist enorm und insbesondere institutionelle Investoren drängen mit ihrem deutlichen Zuwachs an Geldvermögen in die Assetklasse. Die Folge: Alle wollen, wenn irgend möglich, den Stempel „Logistik“ aufdrücken. So werden mittlerweile light-industrial-Objekte oder Immobilien mit einem 30-prozentigen Büroflächenanteil als Logistikimmobilien verkauft. Das vermischt und verwässert die Portfolien der Investoren. Ähnlich verhält es sich mit der Drittverwendbarkeit. Objekte mit hohem Alter, Investitionsstaus oder einem ungeeigneten Standort werden in Kauf genommen, nur um ein Stück des Kuchens zu ergattern.

Die Webinar-Referent*innen diskutieren, wie diese Trends mit gleichzeitiger Antwort auf die enorme Nachfrage nach Logistikimmobilien vermieden werden können und widmen sich beispielsweise dem Thema „spekulatives Bauen“. Björn Sundermann betont, dass ein solches Vorhaben in der Nähe von wirtschaftlichen Metropolregionen ein attraktives Geschäft sein kann, da dort kaum Leerstand zu befürchten ist. Pascal Pohl hingegen stellt sein Start-Up vor, das temporär leerstehende Lagerflächen sichtbar machen und den agilen Markt mit Pufferflächen bedienen will.

Flächenverfügbarkeit vs. Flächenversiegelung

Eine der grundlegendsten Fragen, die sich auch unser Geschäftsführer Bodo Hollung beinahe täglich stellt, ist: Wie lässt sich die hohe Nachfrage mit weniger Flächenversiegelung vereinbaren? Hier sind vor allem die Projektentwickler gefragt. In diesem Zusammenhang plädiert Kuno Neumeier für mehr Kommunikation aller beteiligten Parteien, da Kommunen zunehmend ihr Mitspracherecht einfordern und vor Baurechtvergabe wissen wollen, wer Mieter eines Objektes sein wird. Die Referen*innen sind sich einig, dass Verlader in den Ansiedlungsprozess miteinbezogen werden müssen und Kommunen mit Logistikdienstleistern bzw. Mietern, Projektentwicklern und Endinvestoren an einen Tisch gehören.

Im Rahmen nachhaltiger Projektentwicklung hebt Barbara M. Riewe unter anderem den sogenannten credit to credit-Ansatz hervor. Demnach werden die gesamten Baumaterialien in einer Materialiensammlung erfasst und über den Lebenszyklus einer Immobilie zur Nachverfolgung (beispielsweise bei Eigentümerwechsel) bereit gestellt, um Revitalisierung und schlussendlich Recycling zu ermöglichen.

Weitere Themen:

  • ESG- und Nachhaltigkeitsregulatorik
  • Welche Standorte sind im Kommen? Stichwort Neue Seidenstraße
  • Anbindung bzw. Transportwege (z.B. trimodale Anbindung)

Die komplette Diskussion gibt es hier zum Nachverfolgen.

Das Ramp One Webinar wurde mit der Unterstützung der DVZ und inKooperation mit logix sowie exporeal ausgetragen.

Weitere Mitteilungen