EUROFORUM 2018 - Die Logistikimmobilie

EUROFORUM 2018 - Die Logistikimmobilie

LIP Invest war dieses Jahr als Partner und Referent auf dem EUROFORUM Die Logistikimmobilie in Hamburg. Hier ein kleiner Rückblick der zweitätigen Veranstaltung.

Natalie Weber

19

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Feb

2018

Zum 18. Mal kamen beim Euroforum in Hamburg Akteure aus dem Logistikimmobilienumfeld zusammen, um die aktuelle Marktentwicklung zu beleuchten und Themen zu diskutieren, die die Branche beschäftigen – von Letzte Meile-Konzepten und E-Commerce über digitalisierte Immobilien bis hin zu Brownfield-Entwicklungen und dem steigenden Renditedruck. Wir von LIP Invest waren nicht nur als offizieller Partner dabei, sondern auch als Referent.

Infostand von LIP Invest beim EUROFORUM Die Logistikimmobilie

Mit einem Rekord-Transaktionsvolumen im vergangenen Jahr und hohen Flächenumsätzen waren im Publikum äußerst zufriedene Teilnehmer aus der Logistikimmobilienwelt versammelt. Auf dem Gewerbeimmobilienmarkt konnte die Logistikimmobilie als Assetklasse die höchsten Zuwächse verzeichnen. Die Mieten haben sich als relativ stabil erwiesen – auf hohem Niveau. In 2018 wird aufgrund der Flächenknappheit und der steigenden Grundstückspreise hingegen ein Sprung nach oben erwartet.

Dem knapper werdenden Flächenangebot müssen sich auch die Logistikimmobilien anpassen. Mehrstöckigkeit, effizientere Intralogistik und eine nachhaltige Bauweise sind Ansatzpunkte für zukunftsfähige Konzepte.

In der Praxis scheinen mehrstöckige Objekte noch keine breite Resonanz zu finden. Für eine bessere Flächennutzung und Steigerung der Effizienz wird vielmehr eine Veränderung der Technik und Automatisierung gesehen, die über mehrere Ebenen eingezogen werden kann. Lediglich in Innenstadtlagen, die für die Paketverteilung im E-Commerce relevant sind, kann die Abwicklung logistischer Prozesse in Obergeschossen notwendig werden. Die Bedarfe gehen hier zu vergleichsweise kleinen und dezentralen Flächen. Die Mietpreise in Innenstadtlagen liegen allerdings weit über dem gängigen Niveau für Logistikansiedlungen.

Für die Weiterentwicklung der logistischen Strukturen in städtischen Gebieten werden Lieferkonzepte gefordert, die die zahlreichen aktuell entstehenden Konzepte verknüpfen. Damit soll einerseits eine effizientere Abwicklung der Letzten Meile ermöglicht und gleichzeitig die Beeinträchtigung der Anwohner und anderer Nutzergruppen innerstädtischer Flächen so gering wie möglich gehalten werden.

Flächenmangel besteht allerdings nicht nur in Innenstadtlagen. Brachliegende Industrieareale und ehemalige Kasernengelände an gut angebundenen Standorten bieten enorme Potentiale für Logistikansiedlungen. Die Angst vor höheren Kosten und längeren Entwicklungszeiten steht den meist sehr guten Standorten entsprechender Grundstücke und vorteilhaften Baurechtslage gegenüber. Bei hoher Lagequalität wird zum Teil sogar spekulativ entwickelt, um zeitlich flexibler zu sein und konkrete Kundenbedarfe dann schneller bedienen zu können.

Logistikimmobilien werden sich auch als Assetklasse weiter etablieren. Institutionelle Investoren suchen nach Anlagemöglichkeiten für das vorhandene Kapital. Entsprechend hoch bleibt die Nachfrage nach Investitionsobjekten, was auf die Renditen drückt. Abzuwarten bleibt, ob eine Abwanderung in andere Assetklassen wie Gewerbeparks stattfindet und höhere Risiken für attraktivere Renditen in Kauf genommen werden.

 Das LIP Invest Team auf dem EUROFORUM Type image caption here (optional)Type image caption here (optional)

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