Fahrerlos transportieren mit intelligenter Navigation

Fahrerlos transportieren mit intelligenter Navigation

Durch die Forderung nach kürzeren Durchlaufzeiten, geringeren Beständen und mehr Flexibilität in der Lagerlogistik steigt die Bedeutung des innerbetrieblichen Materialflusses stetig. Konventionelle Flurförderzeuge sind aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten noch weit verbreitet, da vollautomatisierte Lager im Vergleich dazu starrere Systeme sind. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) als flurgebundene Fördersysteme mit autonomen Fahrzeugen verbinden hingegen Automatisierung mit Flexibilität.

Natalie Weber

3

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Aug

2018

Eine hohe Skalierbarkeit und flexible Erweiterung, pünktliche und kalkulierbare Transporte sowie die Reduzierung von Personalkosten vor allem bei Mehrschichtbetrieb und Beschädigungen bei den zu transportierenden Waren erweisen sich als Vorteile beim Einsatz. Zu den FTS gehören dabei nicht nur die Fahrzeuge selbst, sondern auch die Leitsteuerung, ggf. die Bodenanlage und weitere Infrastruktur wie Ladestationen.

Die räumliche Orientierung der Fahrzeuge kann auf verschiedene Weise erfolgen, wodurch sich Unterschiede in Bezug auf Effizienz und Investitionskosten ergeben. Bei der optischen Spurführung wird der Streckenverlauf durch eine Bodenkennung dargestellt. Dies ermöglicht zwar Flexibilität bei der Streckenänderung, bringt jedoch eine hohe Verschleißrate mit sich. Bei der induktiven Spurführung hingegen werden Leitlinien aus Metall im Boden verlegt, worüber die Fahrzeuge bei laufendem Betrieb aufgeladen werden. Nachteil ist jedoch, dass Anpassungen sehr aufwendig sind.  Die Laser- und Umgebungsnavigation basieren auf einer digitalen Kartierung der Halle. Beim Einsatz von Lasern kann das Signal allerdings durch Lichteinfall etc. gestört werden. Die Umgebungsnavigation ist die derzeit modernste Variante, allerdings noch nicht vollständig marktreif.

Durch die technischen Entwicklungen in den letzten Jahren sind FTS zu einem wichtigen Bestandteil in der Logistik geworden. Je nach eingesetzter Technik können die Systeme auch mit überschaubarem Aufwand in bereits bestehenden Logistikimmobilien genutzt werden.

(Bildquelle: SSI Schäfer)

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